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INTERCULTURA ist eine gemeinnützige, ehrenamtliche Bildungseinrichtung, die seit 1955 interkulturelles Lernen durch Studentenaustausch fördert. Heute ist Intercultura die größte nicht auf Gewinn ausgerichtete italienische Organisation im Bereich der Schülermobilität mit Tausenden von Teilnehmern, die sich in und aus 65 Ländern auf allen Kontinenten bewegen.


Intercultura nahm diesen Namen 1977 an, als dieser Begriff in Italien praktisch unbekannt war. Heute ist "intercultura" allgemein üblich, geschrieben mit einem kleinen "i", ist in italienischen Wörterbüchern enthalten und wird in alltäglichen Gesprächen verwendet. Mit dieser Bezeichnung deutet die Organisation auf ihren Tätigkeitsbereich hin: Interkulturelles Training an Oberschulen durch den Austausch von Studenten im Alter von 16 bis 17 Jahren fördern.

Vor ihrer Gründung im Jahr 1955 wurde Intercultura "AFS Association of Italy" genannt, ein Ausdruck, der seine Zugehörigkeit im AFS-Netzwerk markiert, Organisation, die weltweit aktiv ist, die den Austausch von Jugendlichen im Bildungsbereich nach dem Ende des 2. Weltkrieges erfand und förderte. In mehr als 65 Ländern ist AFS eine internationale, freiwillige, nichtstaatliche, gemeinnützige Organisation, die interkulturelle Lernmöglichkeiten anbietet, um Menschen das Wissen beizubringen, die Fähigkeiten und das Verständnis zu entwickeln, die dazu dienen, eine gerechtere und friedlichere Welt zu schaffen.

Als AFS - Partner fördert und bietet Intercultura eine lebenslange interkulturelle Lernerfahrung, indem sie jedes Jahr etwa 2.200 italienische Oberschülerinnen und Oberschüler im Ausland in etwa 65 Ländern leben und studieren läßt, und fast 1.000 junge Studenten aus der ganzen Welt in Italien begrüßt, welche bei italienischen Familien untergebracht werden und die Schule besuchen. Mehr als 4.500 Freiwillige in 157 lokalen Ortsgruppen in Italien sind an Intercultura-Programmen beteiligt, und garantieren unseren Teilnehmern und Familien Professionalität und Effizienz.

Intercultura ist nicht nur Teil der internationalen Netzwerke von AFS Intercultural Programs, sondern gehört auch zu EFIL, Europäischer Verband für interkulturelles Lernen. Dank dieser Zugehörigkeit hat Intercultura bei der Unesco und beim Europarat einen beratenden Status und 1995 wurde ihr vom Präsidenten des Ministerrates der Preis für ihr herausragendes Engagement im Bereich der Freiwilligenarbeit verliehen.

ZIELE DER INTERCULTURA-PROGRAMME
Um ein Höchstmaß an Zufriedenheit zwischen Organisationen und ihren Stakeholdern zu erlangen (Teilnehmer, natürliche Familien, Gastfamilien, Schulen), ist es von grundlegender Bedeutung, daß der Hauptziel des Intercultura-Programms geteilt und von allen Beteiligten verstanden wird.

Das Hauptziel des Programms ist es, dass die Studenten und die Gastfamilienmitglieder als Menschen wachsen, mit kulturellen Unterschieden friedvoll umgehen können und die Welt als Ganzes begreifen.
Schüler und Familien müssen dazu angehalten werden, ihre natürlichen Tendenzen zu überwinden, ohne Mitgefühl zu urteilen und intolerant zu sein. Es ist notwendig, sie anzuregen, offen, anpassungsfähig und neugierig zu sein, um die kulturellen Unterschiede, denen sie unweigerlich begegnen, zu verstehen, sowie ihre eigene Kultur selbst zu reflektieren (indem man sich fragt, warum es so ist, zu erkennen, daß es andere Arten von "Sein" und "Tun" gibt, die genauso gültig sind).

INTERKULTURELLE SCHULAUSTAUSCHPROGRAMME
Die von Intercultura angebotenen Schulprogramme für ein- und ausgehende Studenten gelten für ein Schuljahr, -semester, -trimester oder -bimester.

Intercultura-Studenten leben bei einer Gastfamilie und besuchen eine örtliche Oberschule als Vollzeitstudenten
. Diese Programme konzentrieren sich auf Heimaufenthalte, Schulbesuch, Sprachkenntnisse, kulturelle Aktivitäten. Teilnehmer leben bei Gastfamilien, nehmen an Bildungsaktivitäten teil und genießen ihre neuen Gemeinschaften. Der Austausch wird von unseren lokalen Freiwilligen unterstützt und geleitet, um den Wert interkultureller Begegnungen zu erkennen und interkulturelle Kompetenz zu entwickeln.
Um mehr über unsere Programme, einschließlich Teilnahmegebühren und eventueller Stipendienmöglichkeiten zu erfahren, lesen Sie bitte die italienischen Seiten hier und hier.

PERSONALSTRUKTUR
Intercultura hat 3 nationale Büros:
  • Colle Val D'Elsa (Siena) - Hauptbüro, 35 Angestellte: Programmorganisation, Teilnehmerbetreuung, Freiwilligentätigkeit und Ausbildung, Verwaltung, Logistik, Informationstechnologie.
  • Rom - Rechtssitz, 9 Angestellte: Schulbeziehungen und Klassenaustausch, Spendenaktion und Stipendien, Ministerielle und konsularische Beziehungen.
  • Mailand - Niederlassung, 5 Angestellte: Marketing und Kommunikation.
Intercultura hat auch 10 Mitarbeiter, die als "regionale" Koordinatoren fungieren (einige Regionen wurden kombiniert). Die Hauptaufgabe besteht darin, die Freiwilligenstruktur und die Entwicklung des freiwilligen Engagement zu unterstützen und Schulungen zu organisieren.

FREIWILLIGE STRUKTUR
Intercultura-Freiwillige kommen aus allen Lebensbereichen. Jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist, kann ein Intercultura Freiwilligendienst ausüben. Die meisten unserer Freiwilligen sind zwischen 21 und 60 Jahre alt. Viele hatten in Vergangenheit Erfahrungen mit Intercultura: als Teilnehmer an einem Programm im Ausland, als Gastfamilien, als Lehrer an Schulen in Kontakt mit Intercultura. Andere Freiwillige, die keine direkte Erfahrung haben, teilen einfach den Wunsch, den Verband mit seiner Mission und seinen Werten zu repräsentieren.

Jede der 157 sogenannten “Centri locali” (Ortsgruppen) im ganzen Land wird von einer bestimmten Anzahl an freiwilligen Helfern gebildet, einige Gruppen sind sehr groß (30 Freiwillige), andere sind sehr klein (bis zu 10 Freiwillige). Alle Ortsgruppen haben die gleiche interne Organisation. Dazu zählen ein Präsident, ein Hostingkoordinator, ein Sendingkoordinator, ein Schulkoordinator, ein Koordinator für Ausbildung und Entwicklung. Die restlichen Freiwilligen unterstützen die anderen mit unterschiedlichen Fähigkeiten.

Intercultura bietet zu verschiedenen Zeitpunkten im Jahr Fortbildungsprogramme für Freiwillige auf nationaler, regionaler und lokaler Ebene mit internen und externen Trainern. Es werden ihnen auch verschiedene Arbeitsmittel zur Verfügung gestellt, insbesondere vom Verband herausgegebene Handbücher.

PROGRAMME IN ITALIEN
Seit mehr als 60 Jahren bietet Intercultura einer immer größer werdenden Anzahl von Familien die Möglichkeit, einen jungen Studenten aus einem anderen Land bei sich aufnehmen zu können. Die Aufnahme eines jungen Studenten aus einem anderen Land impliziert einen ständigen Vergleich mit anderen Gewohnheiten und man hat die Chance, die Welt von einem anderen Blickwinkel zu sehen.

Gelenkte Begegnungen zwischen Kulturen dienen zur Entwicklung neuer interkultureller Kompetenz, die dazu beitragen kann, potenzielle Konflikte vorzubeugen oder zu beseitigen. Deshalb kann Intercultura dank ihrer jahrelangen Erfahrung Studenten und ihre Familien für die gesamte Zeit ihres interkulturellen Wachstums unterstützen. Ausländische Studenten, die an die Teilnahme an einem Austauschprogramm in Italien interessiert sind, müssen sich an die Partnerorganisation von Intercultura und AFS wenden. Eine vollständige Liste finden Sie unter www.afs.org. Um eine Präsentation unseres Programms zu lesen, bitte gehen Sie auf die Seite "Come to Italy".

SCHPRACHMINDERHEITEN PROGRAMM
Italien ist durch seine geografische Lage und durch die beeindruckende Geschichte ein Land der großen Vielfalt. In einigen Fällen sind sogar andere Sprachen anzutreffen.

Deshalb bietet Intercultura italienischen Staatsbürgern und - bürgerinnen, die einer vom italienischen Staat anerkannten sprachlichen Minderheit angehören, die Gelegenheit, ein Jahr in einer anderen Region zu verbringen und dort in einer italienschsprachigen Familie und Schule und in dem typischen kulturellen Umfeld der betreffenden Region zu leben. Hier können Sie die Broschüre herunterladen.

KLASSENAUSTAUSCH
Das Klassenaustauschprogramm ist eine der vielen Aktivitäten von Intercultura. Intercultura betreibt einen regen Klassenaustausch mit ausländischen Partnern jedes Jahr. Durch schulische Aktivitäten und Leben bei einer Familie im Ausland, haben sowohl Studenten als auch Lehrer die Möglichkeit, eine interkulturelle Erfahrung zu leben, ihr globales Verständnis zu bereichern, das Bewusstsein, gemeinsame Werte zu teilen und den verantwortungsbewußten Weltbürger von morgen heranzubilden.

Gruppen, die an den Austauschprogrammen in Italien teilnehmen, repräsentieren normalerweise jeweils eine Klasse oder Studenten aus derselben Klasse. Gruppen können auch aus Schülern von zwei oder mehr Klassen bestehen; in diesem Fall haben Studenten eine einheitliche Vorbereitung vor ihrer Ankunft im Gastland. Jede Anpassung einer italienischen Oberschule an eine ausländische wird nach "Homogenitäts" - Standards vorgenommen, wobei der Typ der Schule, das Studentenalter und die Kommunikationssprache in Betracht gezogen werden und wenn möglich, die von den Antragstellern vorgelegten Anträge und Präferenzen.

Der Austausch besteht aus zwei Phasen:
1
Schüler und Lehrer der Schule A reisen in das Gastland; Sie werden für zwei Wochen bei Familien der Schüler der Schule B untergebracht ; während der Austauschphase besuchen sie die Schule und das Programm wird jeweils von der gastgebenden Schule organisiert.
2
danach (in der Regel nach ein paar Monaten) reisen Schüler und Lehrer der Schule B in das Partnerland, wo sie von Familien der Schüler der Schule A aufgenommen werden, die Schule besuchen und sich an das Gastgeber-Programm halten.
Weitere Informationen finden Sie auf der entsprechenden Seite.

FONDAZIONE INTERCULTURA ONLUS
Die Intercultura Stiftung wurde 2007 als eigenständige juristische Person von Intercultura gegründet. Ziel ist es, das in 60 Jahren in diesem Bereich erworbene Wissen zu pflegen und zu erweitern, Förderung von Forschung, Dokumentation und Experimente im Bereich Ausbildungsmobilität. Der Großteil der Stiftung kam aus den Reserven des Verbands, obgleich viele Banken, Unternehmen, Stiftungen und öffentliche Institutionen, einschließlich der italienischen Ministerien für auswärtige Angelegenheiten und Bildung zu ihrem Wachstum beigetragen haben.

Die Intercultura-Stiftung ist in Italien und im Ausland tätig und verfolgt das Ziel, wissenschaftliche Forschung und Solidarität zu fördern. Sie zielt darauf ab:
  • Förderung der wissenschaftlichen Forschung von besonderem sozialen Interesse, Veranstaltung von Konferenzen und hochrangigen Kursen hinsichtlich transnationaler Probleme, Unterstützung von Studien- und Arbeitsbeziehungen zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen;
* bestehende Studien- und Praktikumsprogramme im Ausland dokumentieren und deren Wirksamkeit untersuchen, Daten zu den Teilnehmern aktuell publizieren, Umfrage "Best Practices" und Verbreitung ihres Wissens;
  • Experimentieren mit innovativen Jugendaustauschprogrammen, insbesondere mit Schwellenländern (China, Indien, Länder mit überwiegend muslimischer Kultur), Stipendien an junge Menschen vergeben, die nicht die finanziellen Mittel haben, um an diesen Programmen teilnehmen zu können.
Für weitere Informationen, besuchen Sie die Webseite www.fondazioneintercultura.org

DAS OBSERVATORIUM DER INTERNATIONALISIERUNG DER ITALIENISCHEN SCHULEN UND SCHÜLERMOBILITÄT
Das Observatorium wurde 2009 gegründet, um die Internationalisierungsprozesse in italienischen Sekundarschulen, die besten Praktiken, ihre Bewertung und ihre Wiederholbarkeit, die verschiedenen Arten von Studentenaustausch und insbesondere der mittel- und langfristige individuelle Austausch zu dokumentieren.

Das Observatorium ist auch ein nützliches Mittel für Schulleiter, Lehrer und Klassenlehrer. Es bietet Schulungen, gute Praktiken, relevantes Gesetzgebungsmaterial, Recherchen, eine geführte "interkulturelle Bildungstour" für Studenten, die an Klassenaustausch-Erfahrungen teilnehmen, ein monatliches Informationsblatt.

Im Jahr 2017 konzentrierte das Observatorium seine Forschung auf die Entdeckung Chinas: die bestehenden Beziehungen zwischen italienischen Schulen und China und der chinesischen Sprache; die Wahrnehmung dieses Landes durch Studenten; ein Zeitraum des Studiums in China kann den Studenten in der Oberschule einen Mehrwert garantieren.

Für weitere Informationen besuchen Sie die Webseite www.scuoleinternazionali.org

Stipendien
Die Stiftung fördert den internationalen Jugendaustausch, indem sie Stipendien an würdige italienische Schüler vergibt.

Andere Organisationen und Stiftungen unterstützen das Bildungsprojekt Intercultura und tragen mit Stipendien bei. Eine vollständige Liste finden Sie auf der italienischen Seite. Das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten koofinanziert für ein ganzes Jahr Stipendien für Schüler aus China, Indien und Russland bis nach Italien. Das Ministerium für Bildung unterstützt das Stipendienprogramm für italienische Schüler in europäischen Destinationen. Auf Universitätsebene finanziert die Stiftung Forschungsdoktorate in verschiedenen Bereichen der interkulturellen Bildung.
Für weitere Informationen, besuchen Sie die Webseite www.fondazioneintercultura.org

Konferenzen
Die Intercultura-Stiftung organisiert Konferenzen zum Thema Interkulturelle Bildung und Veranstaltungen in Zusammenhang mit der Präsentation ihrer Forschungen. Unter anderem:
  • Aufbau Europas durch Schulaustausch (2008)
  • Italienische Identität zwischen Europa und multikultureller Gesellschaft (2008 - www.identitalianiana.org)
  • Wiederzusammensetzung Babels: Erziehung und Bildung zum Kosmopolitismus (2011 - www.ricomporrebabele.org)
  • Der Körper und das Internet, Mittel für interkulturelles Lernen (2013 - www.corpoerete.org)
  • Lernen, zusammenzuleben. Humanitarismus, Versöhnung, Bildung für plurale Gesellschaften (2015 - http://www.sapervivereinsieme.org)
  • Das unausgesprochene Heilige. Die religiöse Dimension des interkulturellen Dialogs (2017- www.silenziodelsacro.org)
  • Forum für interkulturelles Lernen und Austausch (jährliche Veranstaltung)
Einige Forschungen (Material auf Italienisch oder Englisch erhältlich):
  • Intercultura-Bewertungsprotokoll
  • Kooperatives Lernen und interkulturelle Bildung
  • Die Wahrnehmung von Grenzen durch italienische Jugendliche
  • Internationalisierung der Schule und Mobilität der Schüler. Die Rolle der Lehrer
  • Die Schule, die ich möchte
  • Was ist Erfolg?
  • Kaleidoskop-Projekt
  • Transversale Fähigkeiten. Bewertung und Verbesserung der Studiumserfahrung im Ausland
  • "Tschüss Mama, ich gehe nach China!"
  • Hinter dem Bildschirm. Jugendliche und Kommunikation im Facebook-Zeitalter
  • Die Fähigkeiten einer interkulturellen Generation


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